
Aus der Gründerzeit
Ein Rückblick in die Geschichte des heutigen Kraftsportvereins geht zunächst in die Jahre nach dem 1. Weltkrieg, wo eine größere Anzahl Jugendlicher des öfteren sich dem Kraftsport, bestehend aus den Sportarten Ringen, Gewichtheben und Tauziehen, widmete. Dieser Sport war zwar in der näheren Umgebung nicht stark vertreten, doch wurde er in vielen Vereinen des badisch-pfälzischen Raumes ausgeübt. Für die Anhänger in Malsch fand das Ringen und Gewichtheben in ihrer damals reichlich bemessenen Freizeit immer mehr an Bedeutung. Besonders die Jugend zeigte Mitte der 20er-Jahre Begeisterung für den schon in der Antike beliebten Ringkampf, der als eine der 5 ältesten Sportarten im griechischen Fünfkampf enthalten war und bei den Olympischen Spielen in Athen in höchster Blüte stand. Unter Führung eines Kreises für den Kraftsport berufener Männer war daher nicht verwunderlich, dass bald der Ruf nach öffentlicher Betätigung in einem Verein erging.
Der Erstbeginn des künftigen Vereins fand am 5. Mai 1924 im Gasthaus zum "Prinz Carl" statt, wo die sportbegeisterten Männer Leo Becker, Wilhelm Bös, Ludwig Duffrin, Fritz Hemberger, Wilhelm Maier, Alfons Östringer und Sebastian Rösch zusammenkamen und die Gründung eines Vereins besprachen. Letzte Initiative zur Vereinsgründung gab der zu dieser Zeit in der Nachbargemeinde Rotenberg bestehende Athletenverein. Der Kraftsportinteressent Leo Becker hatte verschiedentlich die dortigen Ringkampfveranstaltungen besucht und betrieb mit Freunden die Sportarten Ringen und Gewichtheben auch in Malsch. Aufgrund der noch im gleichen Jahr erfolgten Auflösung des Athletenvereins Rotenberg ergab sich für die Sportfreunde in Malsch die günstige Gelegenheit, eine Matte für den Ringkampf sowie eine Hantel für das Stemmen zu erwerben. Mit der damaligen jugendlichen Begeisterung wurden beide Geräte mit der Pferdekutsche in Rotenberg geholt. Hantel und Matte mussten jedoch wegen Abnutzung bereits nach einem Jahr gegen neue Geräte getauscht werden. Das im Jahr 1986 verstorbene Ehrenmitglied Ludwig Duffrin stiftete die erste Hantel und übernahm Bürgschaft für die neue Ringermatte. Trainingsstätte war Hof und Scheune des Alfons Östringer, Brunnengasse. Die Grundbedingungen für die Ausübung des Kraftsportes waren damit erfüllt.

Leo Becker, Küfermeister, wurde bei der Vereinsgründung im Jahre 1925 zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Kameradschaft und Idealismus führten am 24. November 1925 zur Gründung des Kraftsportvereins Malsch im Gasthaus "zur Rose" mit 34 Mitgliedern. Dem Spruch des Altertums folgend "In einem gesunden Körper lebt auch ein gesunder Geist", bezeichnete er sich mit dem Namen "Verein für Körperpflege". Zum 1. Vorsitzenden wurde Leo Becker, Küfermeister, gewählt; sein Stellvertreter wurde Sebastian Rösch, Gastwirt. Die Schriftführertätigkeit übernahm Alfons Östringer. Das Amt des Kassenwarts bekleidete Ludwig Duffrin, der noch als Beirat mit Wilhelm Maier, Malermeister, mit den Aufgaben des Jugendwarts und Mannschaftsführers betraut wurde.
Eine Ringermannschaft und eine Gewichtheberstaffel wurden gebildet. Die Kraftsportler waren nun unter fester Führung zu einer Einheit gefasst. Das Gründungsfest, verbunden mit dem Kreisfest, fand im Gasthaus "zum Prinz Carl" unter Mitwirkung auswärtiger Vereine statt. Wertvolle Hilfe für den jungen Verein leistete der Nachbarverein "Deutsche Eiche" Östringen, der sich mit mehreren Aktiven nahezu regelmäßig an den Trainingsabenden beteiligte. Auch der zu dieser Zeit in Reilingen für den Ringkampf Pionierarbeit leistende Sportfreund Franz Kühner ließ seine besondere Unterstützung zukommen und gab wertvolle Anregungen aus seiner praktischen Erfahrung. Schnell eigneten sich die jungen Sportler Griffe und Technik an. Die Gewichtheber versuchten Anschluss an die Spitzenklasse zu finden.
Aufgang und Blüte des jungen Vereins
Tatkräftige Mitarbeit unter Leistung finanzieller Opfer ließen den VfK nach anfänglicher skeptischer Beurteilung und Zurückhaltung bald zu Ansehen im Heimatort und in der weiteren Umgebung gelangen. Binnen kurzer Zeit wurde die Mitgliederzahl stark vergrößert. Bei den Vereinskämpfen war lebhaftes Interesse vorhanden. Schon bei den in den Jahren 1926 und 1927 veranstalteten Gaufesten erzielte man achtbare Erfolge, die mit Mannschaftsturniersiegen in den Hochburgen des Ringkampfes Wiesental, Reilingen, Hockenheim und Östringen gekrönt wurden. Zahlreiche Siege bei den Gaumeisterschaften ließen die Schwerathleten bald mit zu den geachtetsten Spitzenvereinen im nordbadischen Raum werden. Der junge Verein stand schon in seiner Blütezeit.
Mehrere Erfolge bei den badisch-pfälzischen Bezirksmeisterschaften sowie bei den Deutschen Meisterschaften erbrachten für einige junge Spitzentalente Ansehen und Ehre.
Den ersten Bezirksmeistertitel von Baden und Pfalz für Malsch errang Emil Rösch im Gewichtheben der Jugend im Jahre 1926. Alfred Funkert, der zu dieser Zeit wohl mit den meisten Ehren bedachte Athlet des Vereins, erreichte die erste Deutsche Meisterschaft 1927 in Nürnberg im Gewichtheben der Jugend. Diesem Titel folgte die Erringung des 4. Platzes bei den Deutschen Meisterschaften im Ringen der Senioren im gleichen Jahr, ebenfalls in Nürnberg. In den Jahren 1927 - 1930 war er ununterbrochener badisch-pfälzischer Bezirksmeister. Durch aufsehenerregende Siege über die damaligen amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Leucht, Europameister Gerstacker und Unentschieden gegen den späteren Olympiasieger von 1932, Brendel, tat er sich bei den Deutschen Meisterschaften 1929 in Villingen hervor. Bei 2 Berufungen in die süddeutsche Städteauswahl gegen die französische Nationalmannschaft konnte er mit 2 Siegen in Karlsruhe und Straßburg ebenfalls sein Können unter Beweis stellen. Die Beteiligung an der Olympiade 1932 in Los Angeles blieb ihm durch einen Sportunfall versagt. Ein weiteres hervorragendes Nachwuchstalent, Ludwig Knopf, erkämpfte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Ringen 1929 in Feuerbach die Vizemeisterschaft. Während er bei den vorausgegangenen Gaumeisterschaften den späteren Europameister und Olympiasieger Fritz Schäfer, Schifferstadt, noch schultern konnte, unterlag er in der Finalbegegnung seinem berühmten Gegner. Ebenfalls hoch talentiert errang Josef Rösch in den Jahren 1928 - 1930 mehrmals den Titel eines Kreis- und Gaumeisters. Sein Bruder Wendelin Rösch belegte im Jahre 1938 in München den 2. Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Gewichtheben.
Eine große Zahl Aktiver kam immer wieder zu Spitzenplätzen und Medaillenerfolgen bei den Gau- und Kreismeisterschaften. Die Ringermannschaft selbst gehörte mehrere Jahre der damaligen höchsten Gauklasse an. Auch die Gewichthebermannschaft fand Aufnahme in der Gauklasse und kam zu bedeutenden Erfolgen. Zahlreiche Pokale, Plaketten und Medaillen zeugen heute noch von der sportlichen Leis-tung der Aktiven und den festlichen Höhepunkten dieser Zeit. Die errungenen Erfolge zählen umso mehr, da sie auf ein zähes Training unter ungünstigen lokalen Verhältnissen beruhten. So dienten nach Vereinsgründung bis zum Jahre 1939 notdürftig ausgebaute Räume in den Gasthäusern "zur Rose", Scheune bei Fritz Hemberger, "zum Prinz Carl", Kalkofen-Anwesen bei Wilhelm Bös und "zur Blume" als Trainingslokal. Die Fahrten zu den Turnieren und Verbandskämpfen erfolgten zumeist mit dem Fahrrad. Infolge der geringen Geldmittel des Vereins wurden alle Kosten von den Aktiven getragen, obwohl selbst nur geringe Verdienstmöglichkeiten bestanden.
Nationale Umstellung- Zusammenschluss mit dem TSV
Im Jahre 1933 erfolgte den damaligen politischen Verhältnissen entsprechend der Zusammenschluss mit dem Turn- und Sportverein. Zu diesem Zweck fand am 25.5.1933 im Gasthaus "zur Rose" eine gemeinsame Vorstandssitzung statt, in welcher gemäß der angeordneten "nationalen Umstellung" der Zusammenschluss beider Vereine vollzogen wurde. Exakte Aufzeichnungen des damaligen TSV-Schriftführers geben Aufschluss über den Willen zur Stärkung und Sicherung des nationalsozialistischen Gedankenguts des an die Macht gekommenen NS-Regimes. Mit der Schaffung von Arbeitsplätzen im Deutschen Reich nahmen viele Aktive eine Arbeit fern dem Heimatort auf, wodurch ein erster starker Rückgang des Vereinslebens ausgelöst wurde.
Niedergang, Trauer, Kriegsfolgen
Infolge zahlreicher Einberufungen zum Wehrdienst ließ die Vereinstätigkeit in den Jahren 1937 - 1939 erneut stark nach und musste mit Beginn des 2. Weltkrieges zwangsläufig ganz eingestellt werden.
Der Krieg forderte erschütternde Opfer. Viele junge Vereinsmitglieder mussten in fremden Ländern zurückbleiben. Allein 12 aktive und sportlich begabte Mitglieder waren als Gefallene und Vermisste zu beklagen. Kriegsverletzungen, Gefangenschaft und Entbehrungen kennzeichneten die Heimgekommenen. Von der Obrigkeit missbraucht und von Kriegserinnerungen geplagt, stand nun ein Neuanfang bevor. Ein Weiterleben nur mit Hoffnung und Schwerstarbeit.
Der Verein war durch diese schwerwiegenden Verluste hart betroffen. Tiefe Trauer und Schmerz um die gefallenen Kameraden und auch die katastrophalen wirtschaftlichen und politischen Folgen hatten das Leben erschüttert. Geräte wie Hantel und Matte waren vernichtet. Ein Vereinsleben bestand nicht mehr.
Neuanfang
Aber der Gedanke an die Blütezeit zu Beginn der 30er-Jahre lebte. Langsam und zögernd interessierten sich mehrere Idealisten nach Kriegsende wieder für ein Vereinsleben. Dank der Initiative und der unermüdlichen Tätigkeit des späteren Vorstandes Karl Rausch und des Abteilungsleiters für Schwerathletik, Peter Schäffner, wurden schon im Jahre 1949 wieder eine Ringermannschaft und eine Gewichtheberstaffel gebildet. Als Abteilung innerhalb des TSV "Germania 07" Malsch wurde die sportliche Betätigung wieder aufgenommen. Trainingsstätte war das Anwesen des Gasthauses "zur Rose". Die vorhandenen Kraftsportler bildeten jedoch in den folgenden Jahren nur eine untergeordnete Gruppe, die sich in der sportlichen Betätigung doch sehr stark vom immer bedeutender werdenden Handballsport unterschied. Trotzdem war eine rege Beteiligung am Kraftsport zu erkennen, dem sich seinerzeit viele Jugendliche auch der Kräftemessung wegen widmeten. Darüber hinaus ließen die allgemeinen finanziellen Probleme einen weiteren Aufbau nicht zu.
Im Jahre 1954 wurden beide Staffeln aufgelöst. Die Spitzentalente aus dem eigenen Nachwuchs wanderten ab und suchten bei anderen Vereinen Anschluss. Immer wieder musste Vorstandschaftsmitglied Hubert Heinzmann, Sattlermeister, die Ringermatte kostenlos neu überarbeiten, um den Weiterbetrieb des Ringkampfsportes zu ermöglichen.
Im Gegensatz zu dem speziellen Mannschaftstief des Kraftsportes fielen in diesen Zeitabschnitt doch noch einige hohe sportliche Erfolge. Allgemeines Aufsehen und Anerkennung erregte Josef Stark, startberechtigt für den TSV Malsch, der im Gewichtheben der Senioren bei den damals letztmals veranstalteten Gesamtdeutschen Meisterschaften im Juli 1954 in Leipzig den 2. Platz errang. Noch mehrere Badische Meisterschaften finden sich in seiner sportlichen Laufbahn.
Mitglied Paul Laier, in den Farben des Nachbarvereins "Deutsche Eiche" Östringen antretend, belegte bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im griechisch-römischen Stil im Jahre 1955 in Karlsruhe den 3. Platz (Federgewicht). Alois Becker, ebenfalls für "Eiche" Östringen startend, erkämpfte im Jahre 1956 in Ober-Ramstadt (gr.-röm. Stil) die Deutsche Jugendmeisterschaft in der Klasse bis 65 kg.
1956 wieder "Verein für Körperpflege"
Im Jahre 1956 erfolgte in beiderseits gutem Einvernehmen die Trennung vom TSV, und der Verein nahm wieder seinen Gründungsnamen "Verein für Körperpflege" an. Zum 1. Vorstand wurde Karl Rausch und zu seinem Stellvertreter Alois Spieler gewählt, die sich mit unermüdlicher Tatkraft dem nun wieder am Neubeginn stehenden Verein zur Verfügung stellten. Kassenverwalter blieb für die nächsten 6 Jahre wie bei der Gründung Ludwig Duffrin, und Josef Hemberger übernahm für 14 Jahre das Ehrenamt des Schriftführers. Wertvolle Dienste leis-tete auch Heinz Laier, der in vielen Funktionen tätig war und auch die Sanitätshilfe übernahm. So ist auch der im KSV-Anbau zur Letzenberghalle 1987 aufgestellte schmucke Fahnenschrank seiner freiwilligen Handwerksarbeit zu verdanken.
Aufgrund der geschlossenen Harmonie und mit frischer Tatkraft wurde in den Folgejahren eine Aufwärtsentwicklung erreicht, der zwar keine Landeserfolge, jedoch bald die ersten Erfolge auf Kreisebene beschieden war. Geldmangel und Trainingsprobleme verhinderten eine umfassende Förderung des interessierten Nachwuchses. Dennoch arbeiteten lange Zeit die Jugendleiter Roland Förderer und Paul Laier sowie Stemmwart Josef Stark nach den auch für die heutige Zeit so treffenden Worten "Wer die Jugend hat, hat die Zukunft" mit dem Schüler- und Jugendnachwuchs zusammen und sie erreichten in den Kreisturnieren doch schon eine beachtliche Anzahl von Meistertiteln und Spitzenplatzierungen sowohl im Ringen wie im Stemmen und dem damals üblichen Rasenkraftsport. Die Bildung einer Ringerstaffel und einer Gewichtheberstaffel blieb größtes Anliegen. Immer wieder brachten Besetzungsschwierigkeiten die Ringeracht, die in der untersten Kreisklasse startete, um Erfolge, die Auftrieb geben sollten.
1962 "Kraftsportverein Malsch e.V. 1925"
Aufgrund Beschluss der Generalversammlung am 31.3.1962 wurde dem mehrfach vorgebrachten Wunsch, den zutreffenden Namen "Kraftsportverein" anzunehmen, entsprochen. Der Verein nennt sich seither "Kraftsportverein Malsch e.V. 1925".
Mit einer gut organisierten und den Kraftsport fördernden Veranstaltung trat der Verein in dieser Zeit an die Öffentlichkeit. Das im Jahre 1963 veranstaltete Kreisfest im Festzelt auf dem alten Sportplatz, dem die Ausrichtung der Kreismeisterschaften übertragen war, bildete dank der dargebotenen Spitzenleistungen und der gelungenen Organisation eine gute Werbung für den Deutschen Kraftsport.
Am 29.2.1964 wurde das erst 24-jährige Mitglied Walter Erhard zum 1. Vorstand gewählt. Er wurde Nachfolger von Karl Rausch, der noch weitere 6 Jahre als 2. Vorstand fungierte und sich durch seine uneigennützige und stete Vereinsarbeit größten Verdienst um den Kraftsport erworben hat. Er wurde hierfür zum Ehrenvorstand ernannt und mit der goldenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde die Trainingsstätte von der "Rose" in das "Pfarrheim" verlegt Am 30./3l.7. und 1.8.1966 wurde wieder ein Festzelt auf dem alten Sportplatz erstellt und das 40- jährige Vereinsjubiläum, verbunden mit Ehrungen und einem Mannschaftsringen sowie einem Gewichtheber- Turnier, gefeiert.
Der Weg zum Erfolg ist weit
Die in der Folgezeit gebildete junge Vorstandschaft, die immer wieder die Unterstützung ihrer langjährigen und verdienstvollen Vorgänger fand, und die zahlreichen Betreuer und Helfer trafen nun auf einen für den Ringkampfsport talentierten Nachwuchs, der den Kenner schon früh die möglichen Fähigkeiten sehen ließ und zur Erwartung hoher sportlicher Leistungen berechtigte. Nun galt es diese Talente besonders zu fördern, gegenseitige Anerkennung zu finden und darüber hinaus den Zusammenhalt zur Gemeinschaft zu festigen. Besonderer Wert wurde von der Vorstandschaft auf gemeinschaftliche Veranstaltungen für die Jugend gelegt.
Zeltlager und Weihnachtsfeier sind seither alljährlich im Veranstaltungsprogramm aufgenommen. Auch Jahresausflüge finden sich in regelmäßigen Abständen im Programm. An den örtlichen Veranstaltungen ließ man sich eine Teilnahme nicht entgehen und trat mehrmals mit sportlichen Auftritten wie Pyramidenbau und auch Tauziehen auf. Die Mitwirkung beim alljährlichen Fastnachtsumzug ist alte Tradition, wobei mehrere 1. Plätze und Spitzenplatzierungen die Einfallskraft und handwerkliche Geschicklichkeit in Richard Sieglers Hof dokumentieren. Auch gesangliche Erfolge unter der Leitung von Alois Becker mit Tagessiegen beim Wettsingen der Ortsvereine, ausgetragen vom Männergesangverein, wurden erzielt. Selbst Siege bei den vom TSV Germania 07 veranstalteten jährlichen Ortsmeisterschaften im Hallenhandball sind mehrfach verzeichnet.
Die aktive Mannschaft erreichte noch Ende der 60er-Jahre vordere Plätze in der Tabelle der Kreisklasse, wobei der begehrte Aufstieg in die damalige Landesliga immer wieder verwehrt blieb. Gerade die Besetzung des Fliegengewichts wie auch des Schwergewichts waren Schwachpunkte und oftmals Anlass für sportliche Versuche mit Kraftsportanhängern, die sich der Kameradschaft wegen dem Verein zur Verfügung stellten und manchmal den entscheidenden Siegpunkt erkämpften. Kein Wunder auch, dass immer wieder die älteren Schwerathleten wie auch in den nachfolgenden Jahren zur Vervollständigung der Mannschaft einspringen mussten. Sehr erfolgreich zeigte sich die Gewichtheberstaffel, der Sportbegeisterte aus den Nachbargemeinden Bad Mingolsheim, Kronau, Mühlhausen und Rotenberg angehörten. Unter der Leitung ihres Trainers Josef Stark erreichte sie 1969 mit der Erringung des Kreismeistertitels der Senioren Aufmerksamkeit. Leider musste die Mannschaft mit Ablauf der Saison 1970, wo nochmals der Titel eines mittelbadischen Kreismeisters errungen wurde, aufgelöst werden, da mehrere Gewichtheber ihre sportliche Tätigkeit beendeten.

Die Ringermannschaft beim 40-jährigen Vereinsjubiläum im Mai 1966
von links: Robert Hemberger, Klaus Laier, Norbert Rösch, Siegfried Spieler, Peter Hemberger, Alois Becker,Jürgen Spieler,
Wolfgang Spieler , Harald Böhnlein, Wilfried Hemberger, Siegfried Matzka
Von der Gewichtheberstaffel außen rechts: Karl-Leo Kerle und Dieter Bieg
Der Nachwuchs auf Erfolgskurs
Im Jahre 1970 konnte als Trainingsstätte von der Gemeinde die Letzenberghalle zur Verfügung gestellt werden, womit sehr gute Übungsmöglichkeiten geschaffen wurden. Unter der Leitung von Jugendtrainer Paul Laier, unterstützt von vielen Betreuern und Helfern, wurde nun eine Leistungssteigerung erreicht, die die Blütezeit der Gründungsjahre übertraf.
Der Nachwuchs qualifizierte sich zu Kreismeistern, Landesmeistern und Mannschaftsmeistern. Er dominierte auf Kreisebene eindeutig und sprach bei den Landesmeisterschaften ein wichtiges Wort mit.
Ringertalente aus Malsch glänzten nun in den Folgejahren in den Kampfstätten und auf den Matten Deutschlands. Eine Vielzahl von Titelgewinnen, Medaillenerfolgen und Spitzenrängen bei den Deutschen und Int. Meisterschaften fand erst 1983 ihren Abschluss. Mit Freude und Stolz schaut der Kraftsportverein seither auf die mit Ruhm umkränzte Ehrentafel dieser Epoche.
Eine große Anzahl von Kreismeister- und Nordbad. Meistertiteln sowie Turniersiege der Schüler und Jugendlichen finden sich in den Aufzeichnungen. Die Nachwuchsstärke wird besonders im Jahre 1974 bezeugt, wo von 10 Kreismeistertiteln 5 an den KSV Malsch, zuzüglich 3 Medaillenränge, gingen. Im Folgejahr errang der Nachwuchs den Titel eines Nordbad. Schülermannschaftsmeisters und durfte damit an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (8. Platz) in Weingarten teilnehmen.
Zahlreiche Meisterschaften des Nordbad. Ringerverbandes und des Kreises Mittelbaden, dem der Verein seit 1965 wegen besserer und größerer sportlicher Betätigung angehörte, wurden dem Verein übertragen. Zum Gedenken an das am 18.07.1970 verstorbene aktive
Vorstandsmitglied Wolfgang Spieler, der als Schriftführer am 21.03.1970 in die Vorstandschaft berufen wurde, wurden 3 Gedächtnisturniere durchgeführt. Den von der Fam. Alois Spieler gestifteten Ehrenpokal konnte der renommierte pfälzische Vertreter ASV Landau gewinnen.
Aufstieg von der Kreisklasse in die Nordbad. Oberliga
Die aktive Mannschaft, jahrelang nur Mittelmaß, mit den kampferfahrenen Altroutiniers Alois Becker, Walter Erhard und Siegfried Matzka, letzterer als erfolgreicher langjähriger Mannschaftstrainer, fightete bei den Kreismeisterschaften im neuen Jahrzehnt entscheidend mit. Nach 2 vergeblichen Anläufen schaffte sie in den Jahren 1973 und 1974 die Kreismeisterschaft Mittelbaden. In den Aufstiegskämpfen zur Nordbad. Oberliga im Frühjahr 1974 wurde dann das schon lang gesteckte Ziel erreicht und der Verein reihte sich unter dem Jubel und der Unterstützung einer großen Zahl treuer Zuschauer erstmals wieder seit 2 Generationen mit seiner Seniorenmannschaft in die Schar der etablierten Vereine ein. Wenn auch die Mannschaft mit ihrem im Kernkreis bestehenden Altersaufbau durch hohen Altersunterschied gekennzeichnet war, so gefiel sie doch durch ihren Zusammenhalt und ihr ehrenhaftes Abschneiden. Insbesondere beeindruckte man nun lange Zeit als die wohl einzige Staffel in Nordbaden mit "eigenen Leuten".
50-jähriges Vereinsjubiläum
Im Jubiläumsjahr 1975, in dem man in einem großen Festbankett unter Beteiligung der örtlichen Vereine in der Letzenberghalle zahlreiche verdienstvolle, treue Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannte und hohe Verbandsehrungen vorgenommen wurden, standen auf sportlicher Seite 2 Mannschaftsturniere der Regionalliga und der Nordbad. Oberliga im Mittelpunkt. Als Sieger der Regionalliga tat sich der AV Reilingen I hervor, während der ASV Bruchsal den Siegerpokal der Oberliga für sich entscheiden konnte.
Nationale Titel und Medaillenränge; Einzelerfolge in den Farben des KSV Malsch
Die erste Deutsche Schülermeisterschaft errang Bernhard Brucker im Jahre 1973 in der Klasse bis 52 kg im gr.- röm. Stil in Urloffen (Südbaden). Am 16.03.1975 überraschte er in Bad Reichenhall erneut die gesamte Konkurrenz und sicherte sich mit 6 Schultersiegen die Deutsche Meisterschaft der Jugend.
Günter Laier erkämpfte im Jahre 1974 in Salzgitter die Deutsche Schülermeisterschaft im freien Stil in der Klasse bis 48 kg. Noch in den Farben des KSV Malsch gelang ihm 1975 in Freiburg-Haslach in der Klasse bis 52 kg ebenfalls im freien Stil ohne Niederlage die Titelverteidigung.
Klaus Laier, bereits mehrmals bei den Deutschen Meisterschaften vertreten, errang ebenfalls 1974 die Bronzemedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Walheim bei Aachen.
Peter Stark kam am 25.6.1978 in Baunatal zu Meisterehren, als er im freien Stil in der Klasse bis 56 kg dem gesamten Bundesliga- und Oberliganachwuchs das Nachsehen gab und als Deutscher Schülermeister nach Malsch zurückkehrte. Mit einer Bronzemedaille im Jahre 1980 in Dortmund beeindruckte er in der Jugend. Diesem Erfolg fügte er 1981 in Niedernberg bei Aschaffenburg den Deutschen Jugendmeis-tertitel ebenfalls im freien Stil hinzu. Ein weiterer Deutscher Meistertitel der Junioren folgte am 18.4.1982 in Gersweiler/Saar, wiederum im freien Stil in der Klasse bis 75 kg, wobei er sich für die Jugendweltmeisterschaft in Colorado/USA qualifizierte. Die Erringung der Vizeweltmeisterschaft im August 1982 im fernen Colorado war sicherlich der Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn. Nochmals zu Deutschen Meisterehren kam er am 28.5.1983 in Bonn/Duisdorf und am 6.5.1984 in Köllerbach/Saarland in der 68 kg-Gewichtsklasse der Junioren, wo er die gesamte Konkurrenz distanzierte.
Günter Becker stieg mit seinem 3. Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im gr.-röm. Stil in Freiburg/Haslach am 26.4.1980 in der Klasse bis 60 kg auf das Siegerpodest und damit auf einen Medaillenrang. Nochmals am 22.5.1982 in Hößbach b. Aschaffenburg gelang ihm mit der Erringung des Deutschen Vizemeistertitels der Junioren in der Klasse bis 62 kg der große, vornehmlich mit Hüftschwung erzielte Erfolg.
Die gesamten Erfolge und die unserer Nordbadischen Meister sind in der Ehrentafel des KSV aufgeführt.
Talente begeisterten Vereinsführung und Zuschauer
Zu den mit Medaillenerfolgen geehrten Einzelkämpfern müssen weitere begabte Talente gezählt werden, die zu Meisterehren und Medaillenerfolgen im Kreis und in Nordbaden kamen und das Fundament der Mannschaft bildeten. Aber auch an viele namentlich nicht verzeichneten Ringer sei gedacht, die jahrelang oder nur aushilfsweise die Mannschaft verstärkten und oftmals für eine siegbringende Überraschung sorgten.
Wenn auch die Spitzensportler in den Jahren des Erfolges aus finanziellen Gründen nun die massiv lockenden Angebote von Bundesligavereinen wahrnehmen mussten, so hatte die KSV-Führung hierfür immer Verständnis und zeigte Interesse und Begeisterung an deren sportlichem Fortkommen. Dieses gute Einvernehmen ist nicht nur deren früherem sportlichen Einsatz für den KSV, sondern auch dem einmaligen Zusammenhalt in der Jugend zu verdanken.
Vereinsaufgaben und Vereinsziele gemeistert
Im Jahre 1978 trat ein Wechsel in der Vereinsführung ein. Vorsitzender Walter Erhard gab nach insgesamt 16-jähriger Vorstandstätigkeit sein Amt zurück. Unter seiner Regie verzeichnete der Verein eine einzigartige Aufwärtsentwicklung, die dem KSV Malsch in Ringerkreisen zu hohem Ansehen verhalf. Sein vorbildlicher Einsatz für die Jugend und die gelungene Durchführung von Turnieren und Veranstaltungen ist besonders zu erwähnen. Die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden sowie die Verleihung der Ehrennadel des Landes B.-W. würdigten seine von Erfolg gekennzeichnete Vereinsarbeit.
Mit dem im gleichen Jahr erfolgten Rücktritt von Kassenverwalter Alois Spieler gab ein schon vor dem Krieg aktives Mitglied seine Vorstandstätigkeit auf. Alois Spieler hat nach den schwierigen Nachkriegsjahren am Wiederaufbau des Kraftsports hohen Anteil. Vom Jahre 1956 - 1962 war er 2. Vorsitzender und anschließend Kassenverwalter. Viele Fahrten mit der Jugend schon in den 50er-Jahren ließen die gesteckten Vereinsziele erreichen. Die Mitwirkung bei Verhandlungen und wichtige Organisation von Sport- und Vereinsfesten lag in seinen Händen. Gewissenhafte und zuverlässige Kassenführung, verbunden mit dem Einbringen von Zuschüssen und Spenden, sorgten immer wieder für die dringend benötigten Geldmittel. Die Ernennung zum Ehrenkassenverwalter war für den Verein ein besonderer Ausdruck der Ehre und des Dankes.
Die nun gewählten Nachfolger Josef Stark als Vorsitzender und Edmund Antoni als Kassenverwalter setzten die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger fort, die zunächst in Form einer Kampfgemeinschaft und später mit der Erringung des Mannschafts- meistertitels der Nordbad. Oberliga 1982 und dem Start in der 2. Bundesliga im Jahre 1983 ihren sportlichen Höhepunkt fand. Zuvor musste der Verein einige Hindernisse überwinden. Zwecks Verbleib der Spitzenringer in Malsch wurde noch im Jahre 1981 eine Kampfgemeinschaft mit dem KSV Kirrlach eingegangen, die allerdings nach 1-jähriger guter Zusammenarbeit wieder beendet wurde. Die 1. Mannschaft der Gemeinschaft trat vornehmlich in Kirrlach in der Regionalliga an, während die 2. Mannschaft in Malsch die Kämpfe in der Nordbad. Oberliga bestritt. Nach der Auflösung dieser Kampfgemeinschaft und dem im gleichen Jahr erfolgten Aufstieg in die 2. Bundesliga stand der KSV im Zenit seiner sportlichen Ziele. Trotz rühriger Bemühungen der Vereinsführung wie auch des damaligen sehr erfolgreichen Trainers Willi Ullrich konnte allerdings nach Abschluss der Kämpfe keine Verstärkung gefunden werden, so dass der Verein auch nach geschafftem Klassenerhalt schon im Folgejahr wieder freiwillig von dieser Leistungsklasse Abschied nahm.
Fahnenweihe am 29. Mai 1988
Mit der feierlichen Weihe seines "Vereinssymbols" im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes für die verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche in Malsch wurde dieser Tag begangen. Pfarrer Eduard Noe, der die Weihe vornahm, brachte in seiner Predigt insbesondere die äußere Symbolkraft zum Ausdruck, die mit den in die Vereinsfahne aufgenommenen Worten "Einigkeit und Treue" verbunden ist. In einem feierlichen Festzug mit Begleitung der Musikkapelle und der örtlichen Vereine wurde anschließend das samtene Schmuckstück in die Letzenberghalle geleitet, wo am Nachmittag unter Beteiligung der Bevölkerung die Übergabe an die Fahnenträger Günter Becker, Robert Hemberger und Klaus Brucker stattfand.
Die Vorzeichen für die Fahne gehen bis in die Generalversammlung vom 1.3.1986 zurück, wo Günter Becker erstmals die Anschaffung einer Vereinsfahne vorschlug. Der anfänglichen Zurückhaltung folgte immer mehr Begeisterung und schließlich bestätigte geschlossene Einigkeit dieses Vorhaben. Die Begleichung der Kosten konnte dank der vielen und gern gegebenen Spenden sofort erfolgen.
Mannschaftsringer zwischen Landesliga und Nordbad. Oberliga
In den nun in der Folge jährlich stattfindenden Verbandskämpfen konnte sich die Ringerstaffel zur Freude der Anhängerschar bis zum 75. Jubiläum immer gut behaupten.
So erkämpfte man 1993 nochmals die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga und damit den Aufstieg in die Nordbad. Oberliga. Leider musste 1999 wieder der Weg des freiwilligen Abstiegs gegangen werden, da ohne Verstärkung und die dadurch erforderlichen Geldmittel ein Auftreten in dieser Leistungsklasse die vorhandenen Nachwuchsringer überfordert hätte. Mit den Begegnungen in der heutigen Landesliga entspricht die Staffel ihrer Stärke, wobei der in der Verbandsrunde 1999/2000 erreichte 1. Tabellenplatz den anvisierten Aufstieg in die Verbandsliga darstellt.
Wechsel in der Vereinsführung und Ehrungen
Im Jahre 1993 fand wiederum ein Wechsel in der Vorstandschaft statt. Vorsitzender Josef Stark trat nach 15-jähriger und 2. Vorsitzender Philipp Fleckenstein nach 12-jähriger Führungstätigkeit zurück. Für den mit Meisterehren im Gewichtheben bedachten Vorsitzenden war die sofortige Ernennung zum Ehrenvorsitzenden, verbunden mit der Auszeichnung der Landesehrennadel, eine Ehrenpflicht des Vereins. In seine Amtszeit fiel u.a. auch der Anbau des KSV- Raumes an die Letzenberghalle 1987 und die Anschaffung einer Vereinsfahne anlässlich des Fahnenfestes im Jahre 1988. Auch mehrere int. sportliche Begegnungen zur Völkerverständigung sind zu verzeichnen. Der ausscheidende 2. Vorsitzende Philipp Fleckenstein hat in seiner Jugend viele Jahre als erfolgreicher Ringer der Vereinsmannschaft gedient. Mit seiner Unterstützung und Mitarbeit hat er wesentlich zur Erreichung der Vereinsziele beigetragen. Die Ernennung zum Ehrenbeirat in der GV 1993 erfolgte als ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung. In derselben Versammlung kam auch dem langjährigen Vorstandsmitglied Peter Schäffner die ihm gebührende Ehre zu. Zunächst als Abteilungsleiter und später in der Zeit von 1973 - 1979 als 2. Vorstand verrichtete er alle auf ihn zukommenden Aufgaben. Die Ernennung zum Ehrenbeirat und Verleihung der Landesehrennadel zeigen die Bedeutung seiner Arbeit.Erinnert muss an das 1996 verstorbene Mitglied Werner Köhler werden. Von 1979 -1982 zeigte er als 2. Vorsitzender einen großen persönlichen Einsatz für den Verein. Für das ebenfalls 1993 zum Ehrenschriftführer ernannte Mitglied Gerhard Becker war schon Mitte der 60er-Jahre der Weg zur KSV-Führung offen. Den Verein aus der wenig bekannten Kreisklasse mit herauszuführen, war im Grunde genommen sein Ziel. Nahezu 8 Jahre forderte dieser mit vielen Steinen bepflasterte Weg, den er von 1970 - 1973 als 2. Vorsitzender und dann als Schriftführer bis 1993 beging.
Der nun neu gewählten Vereinsführung stand für 3 Jahre bis 1996 Bernhard Brucker vor. Die überragenden Titelerfolge in seiner Laufbahn und sein technisches Können konnte er wesentlich zu erfolgreichem Ringkampfstil und zu Mannschaftsstärke umsetzen. Die Veranstaltung des 70. Vereinsjubiläums in der Letzenberghalle mit einer stattlichen Anzahl hoher Ehrungen und einem Vergleichskampf gegen den RSC Hockenheim fiel in seine Amtszeit. Unterstützung fand er in Sabine Förderer, die das Amt der 2. Vorsitzenden bekleidete. Ihre Mithilfe und ihr Organisationstalent und das der vielen treuen, ehrenamtlichen Helferinnen ist auch heute noch bei vielen Anlässen unentbehrlich.
3 Personen bilden den Vorstand
Die Vereinsaufgaben und die damit verbundenen Ehrenämter zeigten sich schon in der Vergangenheit immer umfangreicher und schwieriger. Dies bewog nun den KSV Malsch bei der Generalversammlung am 2.3.1996 zu einer Satzungsänderung. Die Vorstandschaft wurde auf ein Dreier-Gremium festgelegt und ist heute beim Jubiläum noch im Amt. Die Aufgaben auf die 3 Vorstände sind wie folgt verteilt:
Öffentlichkeitsarbeit und Vergnügungsausschuss: Klaus Heigel
Sportlicher Bereich: René Reinhardt
Bereich Verwaltung sowie Kassenverwalter: Hans-Peter Haussmann
Die Schriftführertätigkeit, 1993 von Bernd Stark übernommen, wurde nach erfolgreicher, anerkennenswerter Arbeit in der Generalversammlung am 10.4.1999 an Birgit Huber übergeben. Protokollführer ist nun schon bereits seit dem Jahre 1973 Wilfried Hemberger. Als aktiver Ringer hat er zu vielen Mannschaftserfolgen beigetragen. Die lückenlose Dokumentation der Bild- und Schriftbeiträge in einer umfangreichen Buchsammlung ist ihm zu verdanken. Die Verwaltung der Kasse liegt weiterhin, inzwischen schon seit dem Jahre 1978, in den bewährten Händen von Edmund Antoni. Die Funktion des Pressewarts nimmt Günter Laier wahr.
Die Leistungshöhe des Vereins ist gerade in den letzten 20 Jahren auf die Arbeit vieler bewährter Trainer, Jugendleiter, Mannschaftsführer, Helfer und Betreuer sowie Schiedsrichter zurückzuführen. Sie stellen einen wichtigen Baustein im KSV- Werk dar und bedürfen eines besonderen Dankes. Auch der beachtliche Schüler- und Jugendnachwuchs mit seinen unter Jugendtrainer René Reinhardt in den letzten Jahren im Kreis und Bezirk erzielten Erfolgen darf zum Jubiläum besonders hervorgehoben werden.
Im weiten Bereich des Nachwuchses zeigten sich in den letzten Jahren neben dem Jugendtrainer besonders Michael Gruschwitz, Erwin Mühlhauser und Karl-Ludwig Förderer verantwortlich. Zuvor brachten Bernhard Brucker, Josef Stark, Robert Hemberger, Karlo Petersilie und Norbert Bös viel Engagement im Nachwuchsbereich. Eine stattliche Zahl von Kreismeistern und Nordbad. Meistern hat die Jugend in ihren Reihen. Ebenso weisen beachtliche Spitzenplatzierungen auf die erfolgreiche Arbeit ihrer Betreuer hin, auf die der Verein dringend angewiesen ist. Verständlich, dass gerade die Nachwuchsförderung auch jetzt beim Jubiläum den Verantwortlichen und Mitgliedern besonders am Herzen liegt.
Der Blick und die Aufmerksamkeit für die Jugend, aber auch deren Förderung und Einbeziehung in die Gemeinschaft und viel Verständnis, mögen den KSV auch in der Zukunft erfolgreich begleiten.
Auf viele Beiträge zur Völkerverständigung kann der Verein zurückblicken-Dank an die Mitglieder
So knüpfte man schon 1976 und 1977 mit dem dänischen Athletikverein Frederikshaven in 2 Begegnungen freundschaftliche Bande. In den Jahren 1978, 1979 und 1980 waren amerikanische Auswahlringer aus Kalifornien, Kansas und Montana Gast in der Letzenberghalle. Im Jahre 1986 traf man ebenfalls vor heimischem Publikum und den Vertretern der Gemeinde und des Sportes auf eine ungarische Auswahl aus Szegedi. 1980 wurden dann freundschaftliche Bande mit den Auswahlringern vom TJ Trebic in der CSSR geknüpft, wobei ein Gegenbesuch in Malsch im Jahre 1991 erfolgte.
Der Leser dieser Zeilen darf in diesen Jubiläumstagen feststellen, dass viel Arbeit, Erfolge aber auch Rückschläge den Kraftsport kennzeichnen. Deshalb sei für die Bewältigung dieser Aufgaben allen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern ein besonderer Dank gesagt. Ein ehrender Nachruf gilt aber auch den Verstorbenen, eine Ehrenpflicht, der der Verein aufgrund des vorgelebten Zusammenhalts und des Aufbauwillens in Dankbarkeit nachkommt.
Bilder aus der Vereinsgeschichte